Rückführungen im Wachbewusstsein oder unter Hypnose??

Guten MorgenFragen und Antworten // 12.12.13

Frage: „Für mich waren bisher Rückführungen mit Hypnose verbunden. Jetzt habe ich in Eurem Buch gelesen, dass Ihr ohne Hypnose arbeitet und musste feststellen, dass die Schilderungen aus den Erinnerungen detaillierter und differenzierter sind, als ich es aus Hypnosesitzungen kenne. Meine Frage: Wann sollte man Rückführungen mit und wann ohne Hypnose durchführen?“

Antwort: „Lieber …! Rückführungen sind vor allem aus Tradition heraus sehr eng mit Hypnose verbunden. Einen zweckmäßigen Grund für dieses Vorgehen gibt es unseres Erachtens nicht. Es gibt sogar gute Gründe, die gegen Hypnose bei einer Rückührung sprechen. Zum einen suggerierte es, Inkarnationserinnerungen seien sehr tief im Unbewussten angesiedelt und schwer zugänglich. Das ist definitiv nicht so. Menschen wissen nur oft nicht, welche und wie viele ihrer (alltäglichen) Persönlichkeitsmuster aus Inkarnationen stammen.

In Rückführungen via Hypnose ist es zudem so, dass der Klient den Prozess nicht selbst steuert, sondern von den Interventionen des Hypnoseleiters abhängig ist. Oft stehen ihm die Informationen zu den Ereignissen aus dem vergangenen Leben nach der Sitzung gar nicht zur Verfügung, weil er sie nicht erinnert (das ist jedoch von Mensch zu Mensch verschieden.) Und was wir besonders schade finden, die Rückerinnerung kann nicht selbstständig weiter verfolgt werden.

Wir haben zielgerichtet Techniken entwickelt, in denen man sich voll bewusst mit den Erinnerungen an vergangene Leben befassen kann, denn das Unbewusste ist ja gerade das Problem bei Inkarnationen. Wir stecken voller Persönlichkeitsmuster und Anbindungen aus vergangenen Leben, die uns alle nicht präsent sind.

Unserer Erfahrung nach kann man sich nur dann adäquat mit vergangenen Leben befassen, wenn diese Auseinandersetzung aktiv, bewusst und selbst gesteuert geschieht. Wenn man einfach mal ein vergangenes Leben kennenlernen möchte, ist Hypnose sicher eine Möglichkeit. Wenn man Reinkarnationstherapie aber zur Persönlichkeitsentwicklung nutzt, braucht man einen bewussten und selbst gesteuerten Zugang zu den Inkarnationserinnerungen.“

2 Gedanken zu “Rückführungen im Wachbewusstsein oder unter Hypnose??

  1. Ich kenne Inkarnationsarbeit wie Frauke Teschler sie beschreibt: mich bei Bewusstsein und im Wachzustand an Inkarnationen zu erinnern, Ehrlich gesagt:
    Es war zu Beginn auch verblüffend für mich zu erleben, das es geht und auch anderen Menschen sehr schnell/leicht möglich ist: Zugang zu ihren Inkarnationserinnerungen Erinnerungen ohne Hypnose, Trancezustände zu erhalten.
    Ich habe es mittlerweile oft in Einzelsitzungen und Seminaren immer wieder erleben können, sowohl als Teilnehmerin und Auszubildende und als Begleiterin.
    Eine Frage, eine Hypothese, die ich mir in Zusammenhang mit Rückführungen in Hypnose gestellt bzw. aufgestellt habe: Vielleicht hat sich Hypnose bislang als der/einzig gesellschaftlich akzeptierte Umgang mit dem Tabuthema Inkarnationserinnerungen herausgestellt.
    Denn: Was es eigentlich nicht geben darf, nicht gibt, muss so unbewusst sein, dass man es nur mit Hypnose erarbeiten darf/kann??
    Doch auf alle Fälle finde ich es sehr positiv das über diesen Weg das Thema Inkarnation seinen Weg in unsere Gesellschaft/über ein Hintertürl gefunden hat und als wirksame Therapiemöglichkeit aufgegriffen worden ist.
    Ich persönlich finde es auf alle Fälle sehr angenehm, dass ich diese Erinnerungen wach erlebe, natürlich auch mal nicht „haben“ will….es sind ja Muster, die mir im Alltag unbewusst sehr ans Herz gewachsen sind, doch gar nicht meine Verhaltensweisen sind…das ist manchmal heftig aber sehr befreiend, es zu wissen und zu er-leben.
    Das bewusste wache Erinnern/Erleben gibt mir ja erst die Möglichkeit, dies Muster/Anbindungen überhaupt mitzukriegen und mich davon zu lösen. Anders möchte ich es nicht haben.

  2. Darüber musste ich jetzt erst einmal nachdenken. Eine Rückführung unter Hypnose ist für mich nie in Frage gekommen. Auch nicht, dass andere mir erzählen, wer oder was ich schon mal gewesen bin/ gewesen sein soll. Ich meine, das ist auch nicht nötig.
    Keiner kann so (stimmig) wie ich sagen, wie sich eine Inkarnation von mir anfühlt und wie sie sich in meinem Leben zeigt und auswirkt. Ich muss es doch am besten (und auch am differenziertesten) wissen, sie steckt ja in mir drin! Um sie wirklich zu verstehen, muss ich aber wach sein, muss ich das erleben, erfühlen, begreifen, verstehen.
    Manchmal brauche ich eine ganze Weile, um eine Inkarnation mit ihren wichtigen Stationen und Inhalten und ihre Wirkung/Auswirkung im heutigen Leben zu begreifen. Dieser Prozess geht in meinem Alltag weiter und ich brauche neben Bewusstsein auch den Willen dazu. Ich würde keinem anderen die Verantwortung dafür übertragen wollen.
    Die (vielleicht entscheidenden) Momente in der Arbeit mit einer Inkarnation waren auf jeden Fall für mich immer die, in der ich ganz wach eine Inkarnation bewusst durchlebt habe bis „es“ vorbei war.
    Ich vermute, das Ganze ist auch eine Frage des Ziels. Ich will nicht nur in Erfahrung bringen „wer ich einmal war“ – ich will keine Inkarnationen „sammeln“, ich will sie lösen. Also brauche ich ein Werkzeug, das dazu taugt: Wachheit und Bewusstsein.

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